Miesl Anderl - Im stillen Gedenken

Tahlhausen
Im stillen Gedenken an Anderl Miesl - Volksmusikant aus dem Wittelsbacher Land - der am 1.3.2017 nach langer Krankheit verstarb.

Viele Jahrzehnte widmete sich Anderl Miesl dem Erhalt der Volksmusik insbesondere den Volksliedern. Dass miteinander gesungen wird und die alten Lieder nicht vergessen werden – das war ein großes Anliegen von Anderl Miesl deshalb hat er auch mehrere Liederbücherl zusammengestellt um für die nachkommenden Generationen von Volksmusikkanten regionale Volkslieder nahtlos weitergeben zu können.


Vor 40 Jahren hat Miesl als Dirigent die Pipinsrieder Musikanten von den ersten Gehversuchen zu einer stattlichen Blaskapelle geführt hat. Auch die Sielenbacher Blaskapelle hat er 1982 wieder aktiviert und viele Jahre musikalisch geleitet.

Als „Friedhofsmusikant“ gab der Anderl unzähligen Beerdigungen einen würdevollen Rahmen auf seiner Trompete.

In Friedberg sind die „Montagssänger“ entstanden, zu denen regelmäßig an die 90 Teilnehmer kamen.
Später sind sie nach Ottmaring ausgewichen, weil sonst nicht alle Platz hatten. Sie sangen all die Lieder mit, die der Anderl mit seiner Quetschn anstimmte.
Mit der gleichen Begeisterung waren auch in Aichach gut 20 Frauen und einige Männer dabei, die sich regelmäßig 14tägig im „Haus der Senioren“ trafen, wenn bekannte Melodien angestimmt wurden.

Volksmusikprojekt im Wittelsbacher und Dachauer Land
Zu Recht ein bisschen stolz war Anderl Miesl, dass er 2015 im Rahmen des „Volksmusikprojektes“ zusammen mit einigen seiner „Mitsänger“ zu einem Volksmusik-Seminar nach Gut Häusern eingeladen wurde und er aus seinem Musikantenalltag plaudern durfte.

Sein größter Wunsch war, dass seine Volksliedersammlung auch weiterhin bei Singveranstaltungen Verwendung finden.

Das Liederbücherl "Auf geht´s sing ma wieda III" wird in den Singstunden im Bürgertreff Dachau-Ost und bei den Junggebliebenen Hl. Kreuz in Deinem Sinne weitergepflegt.
Martin Rabl
Projektkoordinatior
Volksmusikprojekt im Wittelsbacher und Dachauer Land